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Norderstedter Zeitung
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Computer für Namibia - Norderstedter helfen Waisenkindern
Norderstedt - Wer in Namibia eine gute Ausbildung hat, verdient deutlich mehr als der Durchschnitt", sagt Walter Zielinski. Der ehemalige Lehrer des Norderstedter Lessing-Gymnasiums hat zusammen mit den früheren Schülern Robert Nixdorf und Adrian Zielske gerade Entwicklungshilfe im Süden Afrikas geleistet. Die drei haben 17 Computer in einer Schule für Waisenkinder angeschlossen. Insgesamt wurden 30 PCs von Hamburg aus nach Walfishbay verschifft, die restlichen 13 werden demnächst ans Netz gehen.
Der Technologie-Transfer ist eine Co-Produktion mit vielen Beteiligten: Die Stiftung "Steps for children" hilft Aids-Waisen, die norddeutsche Datenzentrale und Firmen aus Norderstedt und Umgebung haben ausrangierte Computer gespendet, in der Werkstatt auf dem Gelände des Schulzentrums Nord rüsten Ein-Euro-Jobber und Schüler die Rechner wieder auf. "Den Transport haben die Norderstedter Lions und die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit bezahlt", sagt Zielinski, der mit vielen Eindrücken wiedergekommen ist. Geld fehle in Namibia überall, doch die Einheimischen im 6000-Einwohner-Ort Okakarara, das gut 250 Kilometer von der Hauptstadt Windhuk entfernt ist, seien erfinderisch. So haben sie ihre Kirche aus alten Blechdosen gebaut.
An den neuen Computern lernen vormittags Grundschüler, ab 14 Uhr dienen die Rechner als öffentliches Internet-Café. 30 Minuten Surfen kostet zwei Euro. "Bisher gibt es nur ein Angebot der staatlichen Telefongesellschaft, doch das funktioniert meist nicht", sagt Zielinski. Doch die modernen Medien wenden sich auch an ältere Schüler. Sie können Wisenslücken schließen, denn: Bei der Abschlussprüfung nach der 10. Klasse fallen neun von zehn Schülern durch. (ms)
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Norderstedter Zeitung vom 14.12.2007
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